Interessante audiovisuelle Installation von Signal to Noise. Mittels eines mit Tonköpfen versehenen Handschuhs, dem Analogue Tape Glove, lassen sich die Inhalte von Magnetbändern haptisch explorativ erkunden.
Da will man am liebsten selbst mal dran.
Interessante audiovisuelle Installation von Signal to Noise. Mittels eines mit Tonköpfen versehenen Handschuhs, dem Analogue Tape Glove, lassen sich die Inhalte von Magnetbändern haptisch explorativ erkunden.
Da will man am liebsten selbst mal dran.
Vor einiger Zeit habe ich über das immersive Muskel-Interface von Microsoft berichtet, das mit Hilfe der elektrischen Impulse von Muskelkontraktionen einen Input entgegennimmt und verarbeitet.
Chris Harrison von der Carnegie Mellon University beschäftigt sich damit, wie uns umgebende Alltagsgegenstände, z.B. Möbel, für Interfacezwecke genutzt werden können. Mit Skinput denkt er nun in eine ähnliche, wenn auch technisch andere Richtung, wie die Entwickler des Muskel-Interfaces (übrigens ebenfalls in Zusammenarbeit mit Microsoft Research): Durch Berührungen verursachte Schall- und Impulswellen, die den Körper durchlaufen werden in ihrer Intensität und Identität ausgewertet und zu Steuerungszwecken eingesetzt. Eine gleichzeitige Projektion verwandelt den Körper damit in eine Computerschnittstelle. Wie gut das schon funktioniert, zeigt das folgende Video.
Am 27. Januar war es wieder soweit. Um 19 Uhr MEZ saß weltweit die elektronische Gesellschaft vor den Rechnern wartete fiebrig auf Nachrichten aus San Franciso. Wochen vorher haben sich Presse, Analysten und Blogger mit Vermutungen in ungekannter Intensität darüber heißgeredet, was es denn sein wird, das Steve Jobs da in den Händen halten wird.
Das zeigt zweierlei: Zum einen die massive Verschiebung der Mediennutzung, weil sich Straßenfeger mittlerweile nicht mehr im Fernsehen, sondern in Webstreams, Twitterfeeds und Live-RSS Berichterstattungen abspielen.
Zum zweiten, dass es Apple gelungen ist, eine derart große Begehrlichkeit um ihre Produkte und Services zu wecken, dass sich die halbe Welt mit Vermutungen, Prophezeiungen und Ankündigungen überschlägt und – am wichtigsten – auf das “Event” freut und es herbeisehnt! Somit ist Steve Jobs’ Keynote so etwas wie das “Wetten, dass..?” des digitalen Zeitalters.
Googles neues Such-Interface versteckt fast alle Navigationselemente und blendet sie erst ein, wenn die Maus über dem Contentbereich bewegt wird. Gleichzeitig erhält das Suchfeld den Fokus, sodass Nutzer, die direkt ihre Suchanfrage per Tastatur starten die versteckten Navigationselemente nicht zu sehen bekommen. Paul Olyslager bewertet in seinem Blog das Für und Wider dieser Technik und ich stimme ihm in den meisten Punkten zu. Es lohnt sich immer, über Simplicity nachzudenken und ich unterstütze jeden Versuch, ein Interface leichter und einfacher zu gestalten.
Ich bin jedoch anderer Meinung in Bezug auf den Effekt, den das Einblenden auf den Nutzer hat und sehe das Google Experiment skeptischer. Meiner Ansicht nach erhalten die eingeblendeten Elemente im Moment des Erscheinens sogar eine erhöhte Aufmerksamkeit und lenken den Blick des Nutzers vom Suchfeld weg und zwar gerade durch die Animation. Eine Bewegung, und sei es nur ein Fade-In, zieht immer die Wahrnehmung des Menschen mehr auf sich als ein ruhendes Element, das ist ein evolutionär bedingter Schutzreflex. Das Auge reagiert auf einen Reiz mit einer Bewegung in Richtung des Reizes.
Dies kann sehr störend wirken, besonders wenn der Nutzer nicht erkennt, wie er das Einblenden vermeiden kann. Ich glaube nämlich, dass die Zahl der Poweruser, die sich größtenteils ohne Maus und mit Tastenkürzeln durch’s Web bewegen, im Allgemeinen stark überschätzt wird. Die meisten Webnutzer dürften die Maus fast ständig in der Hand halten.
Andererseits, hat der Nutzer einmal verstanden, dass er direkt drauflostippen kann, lenken ihn keine in diesem Moment unnötigen Elemente von seinem Suchvorhaben ab und leiten ihn auf direktem Weg zur Erledigung seiner Aufgabe. In diesem Fall wäre der Vorgang vorbildlich gelöst.
So oder so wird es interessant sein zu beobachten, ob Google das Interface beibehält.
Naja, nicht mehr ganz so neu. Genau genommen ist das Video von Johnny Lee (ihr wisst schon, der mit dem umgebauten Wii Controller) schon über zwei Jahre alt. Dennoch ist die Technik zur automatischen Kalibrierung eines Projektorbildes für mich nach wie vor äußerst beeindruckend. Gerade in der Kombination mit einem zweiten Projektor (um etwa die Schattenbildung bei Multi-Touch Systemen zu reduzieren) oder bei der Projektion auf ein dreidimensionales Objekt, wie das hier gezeigte Automodell, spielt sie ihre Stärken aus.
Relevanz erhält das Thema dadurch, dass es durch die Möglichkeit einer automatischen Kalibrierung eines Projektorbildes auf jedwedes Objekt einen weiteren Schritt zu Informations- und Interaktionssystemen außerhalb der bekannten Anzeigsysteme, wie Bildschirm oder Mobile Device darstellt. In Zukunft kalibriert sich das System in Bruchteilen von Sekunden automatisch auf seine sich verändernde oder ihm unbekannte Umgebung und liefert uns ein gewohntes Interface, wo auch immer wir uns befinden.
Interessante Einblicke in die Entwicklungsarbeit des Adobe Experience Design Teams. Besonders schön finde ich das Multi-Touch Interface, das etwa ab Minute 3:51 zu sehen ist und mit Flex erstellt wurde. Durch vier Finger der linken Hand wird Farb- und Opazitätswert ständig neu eingestellt, während die Finger der rechten Hand die Farbe auf dem Display aufbringen und den Druck kontrolliert. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass nach einiger Einarbeitungszeit die Einstellungen sehr intuitiv und schnell vorgenommen werden können. Dies ermöglicht eine sehr künstlerische und impulsive Herangehensweise an Gestaltung. Exakte Farbwerte lassen sich hingegen vermutlich eher schwer nachvollziehen. Schöne Idee und mit Sicherheit bedenkenswert, wenn es um Multi-Touch in professionellen Anwendungen geht.
Ein Kollege kam eben mit der iPhone App “PhotoSpeak” vorbei, die durch Gesichtserkennung Portraits virtualisiert und anschließend Interaktion ermöglicht – etwa das Bewegen der Augenlider und des Kopfes oder das Darüberlegen einer Stimme. Das macht mir ein bisschen Angst… ;)
Möglich macht’s die Touch Erweiterung zur SSTT Library (SSTT = Simplified Spatial Target Tracker) von Technotecture, aka Hartmut Seichter:
Spielerische Anwendung des Themas Augmented Reality im Rahmen der “Give Animals a Voice” Kampagne der englischen Tierschutzorganisation RSPCA und eine schöne Idee für Kunden, die etwa Spielzeug oder Produkte für eine junge Zielgruppe vertreiben.
Das EyeWriter Projekt ermöglicht es, ohne die Zuhilfenahme der Hände und lediglich mit der Bewegung der Augen zu zeichnen, zu malen und zu schreiben. Anwendung findet das Low-Cost-System z.B. bei der Betreuung eines ALS Patienten, einem ehemaligen Graffitikünstler, der von seinem Krankenhausbett aus Häuserwände in Downtown taggen. Sehr ambitioniertes Projekt, Daumen hoch!